Zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) sind zentrale Akteure im ukrainischen Reformprozess, wenn es darum geht, den Wiederaufbau transparent, inklusiv und im Einklang mit demokratischen Grundsätzen zu gestalten. Das Beispiel zweier zentraler Reformfelder – Open Data und öffentliche Verwaltung – zeigt, wie die Arbeit von CSOs Korruption verhindert und sicherstellt, dass Reformen vorangetrieben werden.
Der Bereich Open Data ist exemplarisch für die effektive Zusammenarbeit zwischen CSOs, der Regierung und internationalen Gebern – das sogenannte „goldene Dreieck“ –, das die digitale Transformation und Transparenzreformen in der Ukraine maßgeblich vorangebracht hat. Daher ist es wichtig, genau dort die Rolle der CSOs zu analysieren.
Die Verwaltungsreform (PAR) hat zum Ziel, digitale und serviceorientierte staatliche Dienstleistungen zu schaffen, die im Interesse ukrainischer Bürger:innen nach demokratischen Prinzipien und auf Basis europäischer Standards der öffentlichen Verwaltung funktionieren.
In ihrem Paper The cooperation of the government and CSOs in reforms – Cases of Public Administration Reform (PAR) and open data, analysieren Oleksandra Betliy und Iryna Kosse vom Institute for Economic Research and Policy Consulting (IER, Kyjiw) strukturelle Defizite bei der Umsetzung und Finanzierung der Reformen und formulieren anschließend Empfehlungen zur Stärkung transparenter, demokratischer und EU-kompatibler Governance-Strukturen in der Ukraine.
