Die Länderberichte ergänzen die quantitative Analyse der Rechtsstaatlichkeitsresilienz, indem sie die länderspezifischen Entwicklungen hinter den Daten untersuchen. Aufbauend auf den Ergebnissen des RESILIO-ACCESS-Modells identifizieren sie die in den einzelnen Ländern relevanten primären und sekundären Resilienzressourcen, untersuchen die auf sie einwirkenden Stressoren und analysieren, wie der EU-Integrationsprozess die Resilienz der Rechtsstaatlichkeit im jeweiligen Land geprägt hat.
Durch die Verbindung der quantitativen Perspektive des RESILIO-ACCESS-Modells mit qualitativen Analysen auf Länderebene zeichnen die Berichte ein differenziertes Bild der Stärken und Schwachstellen rechtsstaatlicher Resilienz in den Erweiterungsländern. Sie tragen damit zum Verständnis bei, warum die einzelnen Länder bei den jeweiligen Resilienzressourcen unterschiedlich abschneiden und wie diese Unterschiede mit ihren jeweiligen politischen, historischen und institutionellen Kontexten zusammenhängen.
Die Länderberichte umfassen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo*, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Georgien, Moldau und die Ukraine. Die Türkei wird in einer gesonderten Fallstudie untersucht.
*(Diese Bezeichnung lässt alle Standpunkte zum Status unberührt und steht im Einklang mit der Resolution 1244/1999 des UN-Sicherheitsrats sowie dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo.)