Wie stark ist Russlands Einfluss in den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Georgien, Moldau, Ukraine) und des Westbalkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien)? Wie unterschiedlich entwickelt sich dieser Einfluss in einzelnen Bereichen? Diese Studie untersucht die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre mithilfe eines neu entwickelten Analyseinstruments: dem InvigoratEU External Influence Index. Das empirische Instrument misst systematisch die Veränderungen externer Einflussnahme in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zwischen 2013 und 2023.
Die Ergebnisse zeigen, dass Russlands politischer und wirtschaftlicher Einfluss in der EU-Nachbarschaft insgesamt zurückgeht – bedingt durch energiepolitische Diversifizierung und die politische Abkehr nach dem Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Gleichzeitig bleibt der gesellschaftliche Einfluss stabil – gestützt durch Medien, religiöse Netzwerke und ideologische Narrative. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer koordinierten EU-Strategie, um Reformprozesse zu unterstützen, Desinformation entgegenzuwirken und die Resilienz gegenüber äußerem Druck zu stärken. Graduale Integration, strategische Investitionen in Infrastruktur und zielgerichtete Kommunikationsmaßnahmen sind zentrale Hebel, um den verbleibenden Einfluss Moskaus in der Region nachhaltig zu verringern.
Die ganze Studie ist hier verfügbar:
InvigoratEU Long Policy Report on Russia's Ambitions and Leverage