Wie stark ist Chinas Einfluss in den Kandidatenländern im Osten (Georgien, Moldau, Ukraine) und des Westbalkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien)? Wie unterschiedlich entwickelt sich dieser Einfluss in einzelnen Bereichen? Die Studie untersucht die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre mithilfe eines neu entwickelten Analyseinstruments: dem InvigoratEU External Influence Index. Das empirische Instrument misst systematisch die Veränderungen externer Einflussnahme in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zwischen 2013 und 2023.
Die Ergebnisse zeigen, dass China einen flexiblen, pragmatischen und stark kontextabhängigen Ansatz verfolgt. Es setzt vordergründig auf bilaterale Beziehungen Infrastrukturinvestitionen, Soft Power und diplomatisches Engagement und bietet dabei eine alternative zum liberal-demokratischen Modell der EU. Die stärke dieser Beziehungen, und des chinesischen Einflusses, ist dabei über beide Regionen stark heterogen und in wenigen Staaten konzentriert (v.a. Serbien). Insgesamt nimmt Chinas Einfluss während des Analysezeitraumes zu, bleibt dabei allerdings stark fragmentiert. Beijing agiert weniger als direkter Herausforderer Brüssels oder Washingtons, sondern als strategischer Opportunist. Um diesen Herausforderungen effektiv zu begegnen, sollte die EU einen strategischeren, zielgerichteteren und vor allem länderspezifischen Ansatz wählen, um Angriffspunkte für chinesischen Einfluss zu minimieren.
Die ganze Analyse ist hier zum Download verfügbar: