Die sich fortlaufend verändernden Konflikte in der östlichen Nachbarschaft der EU stellen eine doppelte Herausforderung für die Politik der EU gegenüber der Region dar. Zum einen erwarten Partnerländer zunehmend, dass die EU als Sicherheitsakteur auftritt, während zugleich langjährige Konflikte ungelöst bleiben. Trotz umfangreicher finanzieller und militärischer Unterstützung für die Ukraine und eigener Aufrüstungsbemühungen ist es der EU bislang nicht gelungen, sich als glaubwürdiger Sicherheitsanbieter für ihre Mitgliedstaaten und ihre Nachbarschaft zu etablieren. Zum anderen muss die EU ihren Ansatz in der Sicherheitspolitik überdenken, ihn umfassender gestalten und neue Dimensionen von Sicherheit integrieren.
Vor diesem Hintergrund analysierte das InvigoratEU-Panel „A Security and Defence Dimension in the EU’s Eastern Neighbourhood?“, wie die künftigen Beziehungen der EU zum Beitrittstrio, zum Südkaukasus und zu Zentralasien durch unterschiedliche Sicherheitsverständnisse geprägt werden. Organisiert von Julian Plottka und Florence Ertel, untersuchte das Panel aus verschiedenen fachlichen Perspektiven, wie diese Staaten — und die EU selbst — multidimensionale Sicherheit definieren, und ob sich eine Sicherheits- und Verteidigungsdimension in der östlichen Nachbarschaft der EU herausbildet.
Das Panel fand im Rahmen des XI. Weltkongress des International Council for Central and East European Studies (ICCEES) im Juli 2025 in London statt.
Weitere Informationen zur Konferenz: https://iccees.org/