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Repressive Gesetzesreformen in Georgien
15.07.2025

EvaL Miko / Shutterstock
EvaL Miko / Shutterstock

Der Handlungsspielraum für die Zivilgesellschaft, Medien und Opposition in Georgien wird zunehmend kleiner. Grund dafür sind eine Vielzahl von Gesetzesänderungen, die das Regime in den letzten Monaten erlassen hat. Unsere Infografiken bieten einen Überblick.

In Georgien spitzen sich seit Ende 2024 die politischen Spannungen drastisch zu – insbesondere durch eine Reihe repressiver gesetzlicher Veränderungen, die auf eine systematische Schwächung von Opposition, Zivilgesellschaft und Medien abzielen. Die regierende Partei „Georgischer Traum“ hat im Frühjahr 2025 mehrere umstrittene Gesetze verabschiedet, darunter das neue sogenannte „Agentengesetz“, das Organisationen, die mehr als 20 % ihrer Mittel aus dem Ausland beziehen, zur Registrierung als „ausländische Einflussträger“ verpflichtet. Ein neues Gesetz über ausländische Förderprogramme kriminalisiert zudem Projekte, die nicht zuvor eine Erlaubnis einer zuständigen Behörde eingeholt haben.

Parallel dazu verschärfte die Regierung das Strafrecht: Neue Gesetzesinitiativen sehen deutlich höhere Strafen für Proteste vor, insbesondere bei Blockaden von Verkehr oder öffentlichen Gebäuden. Die Definition „Störung der öffentlichen Ordnung“ wurde ausgeweitet, um Demonstrationen und Protestierende leichter kriminalisieren zu können. Menschenrechtsorganisationen sprechen von einem gezielten Versuch, den zivilen Widerstand zu ersticken. Auch freie und unabhängige Berichterstattung wird zunehmend unterdrückt, da georgische Medien beispielsweise keine ausländischen Gelder mehr annehmen dürfen.

Die Infografiken des GEO4EU Projekts stellen prägnant sechs aktuelle Gesetzesveränderungen und deren Konsequenzen für die Zivilgesellschaft vor. Dabei ist zu beachten, dass noch eine Vielzahl weiterer repressiver Maßnahmen und rechtlicher Schritte gegen die georgische Gesellschaft existieren, die hier nicht gänzlich dargestellt werden können.

Team & Autor:innen

Über das GEO4EU – Georgische Zivilgesellschaft für die EU-Integration Projekt: Georgien erhielt im Dezember 2023 den Status eines EU-Beitrittskandidaten. Der Weg zur EU-Mitgliedschaft ist jedoch schwierig. In diesem entscheidenden geopolitischen Moment unterstützt das GEO4EU-Projekt die georgische Zivilgesellschaft.

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