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Transformationsprozesse in Osteuropa und Zentralasien – Öffentliche Diskussion
16.09.2021

Unsplash
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Korruptionsbekämpfung in der Republik Moldau, COVID-19 in Zentralasien, Zivilgesellschaft in Belarus – die Fellows des Eurasia Lab & Fellowship Programms haben ihre Forschungsprojekte vorgestellt und die Ergebnisse mit externen Expert:innen diskutiert.

„Die heutige Veranstaltung bildet eine Brücke zwischen der ersten Programmperiode und dem Beginn eines neuen Programmzyklus“, sagt Katrin Böttger, als sie gemeinsam mit Anton Artemyev, Bereichsleiter des Eurasia Programms der Open Society Foundation, die Online-Veranstaltung „Transformationsprozesse in Osteuropa und Zentralasien - Präsentation der Forschungsergebnisse der Eurasia Lab Fellows“ eröffnet. Nach sechsmonatiger Forschungsarbeit haben die Fellows ihre Ergebnisse präsentiert und diese mit internationalen Expert:innen diskutiert.

In Kirgisistan und Tadschikistan haben NGOs und zahlreiche Freiwilligengruppen aufgrund der COVID-19 Pandemie die Lücken geschlossen, die durch die Nachlässigkeit des Staates entstanden sind. Azizjon Berdiqulov, Muslimbek Buriev und Sergey Marinin erörterten die Verantwortung der Zivilgesellschaft bei der Bewältigung der Krise. Die staatlichen Behörden sollten sie ständig in das Krisenmanagement einbeziehen. Dr. Sergiusz Bober vom Europäischen Zentrum für Minderheitenfragen (ECMI) schlug in seinem Kommentar zu dem Projekt vor, diese einschlägige Forschung auf andere eurasische Länder auszuweiten.

Die manipulierten Wahlen in Belarus und die anschließende brutale Unterdrückung der Massenproteste durch die Regierung haben die Pandemie und die Gesundheitskrise in 2020/2021 in den Hintergrund gedrängt. Vasil Navumau und Olga Matveieva haben mehr als 70 Bürger:inneninitiativen aufgespürt, welche als Reaktion auf diese Repression entstanden sind. Die Diskussion mit Katsiaryna Shmatsina vom Belarusian Institute for Security Studies (BISS) bestätigte, dass die vielfältigen Bewegungen, die als „Belarussisches Erwachen“ bezeichnet wird, als Fortsetzung eines breiteren Trends in der belarussischen Zivilgesellschaft seit den 2010er Jahren zu sehen ist.

Die EU konnte bislang keinen umfassenden Rechtsrahmen zur Korruptionsbekämpfung in der Republik Moldau bislang nicht schaffen. Die Fellows Eliana Coraci und Mihai-Razvan Corman haben untersucht, warum die Fähigkeit der EU zur Korruptionsbekämpfung unterschiedlich ist, beispielsweise mit Blick auf Maßnahmen gegen Betrug und illegale Parteienfinanzierung. Im Gespräch mit dem Forscher Dr. Nedim Hegic kamen sie zu dem Schluss, dass insbesondere institutionelle Strukturen nur schwer von außen zu verändern sind.

Abschließend beglückwünschte Dr. Katrin Böttger die Fellows zu ihren Forschungsergebnissen und hieß die neuen Eurasia Lab-Fellows willkommen: „Ich denke, die erste Programmperiode hat substanzielle und relevante Forschungsergebnisse hervorgebracht, und ich freue mich auf den neuen Programmzyklus mit weiteren interessanten Forschungsthemen.“ Die ehemaligen und neuen Eurasia-Lab-Fellows haben sich am Ende vernetzt und über Erfahrungen und Fragen ausgetauscht.

Team & Autor:innen

Über das Eurasia Lab and Fellowship Programm Projekt: Nachwuchswissenschaftler:innen aus Osteuropa und Eurasien werden mit Stipendien gefördert, ihre Forschungsprojekte zu realisieren. Außerdem vernetzen sie sich durch das Eurasia Lab & Fellowship Program mit anderen Forscher:innen und Aktivist:innen, die zu der Region arbeiten.

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