Mit sinkender Wettbewerbsfähigkeit, dem Voranschreiten des Klimawandels und der digitalen Revolution sowie einer zunehmend unsicheren geopolitischen Lage stehen die EU und ihre Mitgliedstaaten vor großen Herausforderungen, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Deshalb haben sich sechzig junge Führungskräfte aus Deutschland und Italien über zwei Monate hinweg mit zentralen europäischen Zukunftsfragen beschäftigt. In vier Workshops, online und in Präsenz, entwickelten sie Handlungsempfehlungen für beide Regierungen:
Im Bereich Wirtschaftswachstum und gesellschaftlicher Zusammenhalt standen die Verbindung von Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit, verstärkte Austauschprogramme in der Ausbildung sowie Strategien zur Förderung ländlicher Räume im Fokus.
Die Arbeitsgruppe der Sicherheits- und Verteidigungspolitik schlugen erweiterte industrielle Kooperationen sowie neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wirtschaft und Expert:innen vor, darunter Strategieforen und Roundtables und Ansätze zur Stärkung der Resilienz gegenüber hybriden Bedrohungen.
Im Bereich Klima und Energie stand die Förderung von nachhaltigen Industrieclustern im Vordergrund, ebenso wie der beschleunigte Ausbau europäischer Energienetze, wissenschaftliche Partnerschaften mit kleinen Inselstaaten sowie Anpassungen des CBAM zur Unterstützung klimafreundlicher Produktion in Drittländern.
Die Arbeitsgruppe zu Regulierung und Governance von Künstlicher Intelligenz befasste sich mit mehr Transparenz beim Energieverbrauch durch KI-Unternehmen, AI-Sandboxes für nachhaltige und menschenrechtskonforme Modelle sowie der gezielten Umsetzung des AI-Acts.
Aufbauend auf den vorbereitenden Online-Workshops konzentrierte sich der erste Tag der Konferenz auf die Präzisierung der Problemstellungen sowie der Entwicklung der Empfehlungen und endete mit einem Empfang in der Italienischen Botschaft in Berlin. Am zweiten Tag finalisierten die Gruppen ihre Vorschläge und präsentierten diese allen Teilnehmenden während eines Gallery Walks. Bei der anschließenden Präsentation der finalen Policy Empfehlungen gaben Fabrizio Bucci, Botschafter Italiens in Deutschland, und Christoph Wolfrum, Generaldirektor für Europäische Angelegenheiten im Auswärtigen Amt, den Teilnehmenden konstruktives Feedback. Die Empfehlungen werden in Kürze auf der IEP-Website veröffentlicht.
Das Spinelli Forum ist eine gemeinsame Initiative des Auswärtigen Amtes und italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit, organisiert vom IEP und ISPI und wird von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt. 2025 fand es zum fünften Mal statt.
