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Eine schlafende Mittelmacht: Deutschlands EU-Politik ein Jahr nach Amtsantritt der Merz-Regierung
06.05.2026

OpenAI
OpenAI

Bessere Koordinierung, aber fehlende Visionen: Deutschlands Europapolitik steht unter Druck. Begrenzte Reformbereitschaft und zunehmende Alleingänge schwächen die Zusammenarbeit, während sich politische Mehrheiten in Europa zunehmend verschieben.

Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung hat sich die europapolitische Koordinierung Deutschlands verbessert. Zugleich positioniert sich die Europäische Kommission als zentraler Akteur beim Aufbau europäischer Verteidigungsfähigkeit. Der Handlungsspielraum der EU-Institutionen bleibt jedoch begrenzt, da es an politischem Willen für grundlegende Reformen fehlt und eine klare strategische Vision für die Zukunft der EU weitgehend ausbleibt.

Auch die Dynamik der Koalitionsbildung auf europäischer Ebene wandelt sich. Im Europäischen Parlament entstehen häufiger rechtsgerichtete Mehrheiten, während es dem Bundeskanzler nicht gelingt, das Weimarer Dreieck nachhaltig zu stärken. Statt eines abgestimmten Vorgehens dominieren einseitige Initiativen ohne ausreichende Einbindung der Partner.

In der aktuellen Ausgabe von Berlin Perspectives analysiert Julian Plottka die Europapolitik der Regierung Merz und zeigt, warum Deutschland auf Alleingänge verzichten und konsequent auf Kooperation, Einbindung und Vertrauensaufbau zwischen den Mitgliedstaaten setzen sollte.

Team & Autor:innen

Über das Berlin Perspectives Projekt: Die Policy-Brief-Reihe Berlin Perspectives bietet prägnante Analysen zur deutschen Europapolitik in englischer Sprache. Deutsche Positionen zu aktuellen Themen und Debatten werden erörtert und darauf aufbauend politische Handlungsempfehlungen formuliert.

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Bild Copyright: OpenAI