Am 19. November 2019 organisierte das Institut für Europäische Politik (IEP) in Zusammenarbeit mit dem Institute for European Policies and Reforms (IPRE) und dem Institute for Strategic Initiatives (IPIS) den ersten EU Awareness Workshop in Orhei im Rahmen des Projekts "EU Perceptions and Reality in Moldova (WE&EU)".
Ziel des Workshops war es, Sachwissen über das EU-Assoziierungsabkommen zu vermitteln, um bestehenden Mythen und Fehlinformationen entgegenzuwirken und junge BürgerInnen über EU-finanzierte Projekte in ihrer Region und spezifische Anwendungsmöglichkeiten zu informieren. An der Veranstaltung nahmen rund 25 junge Menschen aus dem Rayon Orhei teil, darunter VertreterInnen verschiedener ethnischer Gruppen.
Im ersten Teil des Workshops wurden die TeilnehmerInnen über die wichtigsten Bestimmungen des EU-Moldau Assoziierungsabkommens informiert, aber auch über die Schwierigkeiten, mit denen Moldau bei der Umsetzung konfrontiert ist. Darüber hinaus sprach ein Vertreter der EU-Delegation in Moldau über die konkreten Ergebnisse des Umsetzungsprozesses, über die bereits mit EU-Unterstützung durchgeführten Projekte und über die Möglichkeiten, die junge Menschen beim Zugang zu EU-Mitteln haben.
Im zweiten Teil des Workshops hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, den Prozess der Umsetzung von geberfinanzierten Projekten mit EmpfängerInnen von EU-Mitteln in ihrer Region im Detail zu besprechen. VertreterInnen des LEADER-Netzwerks und der lokalen Aktionsgruppen erläuterten zudem die Rolle der EU bei in der Regionalentwicklung, um den ländlichen Raum wiederzubeleben und Arbeitsplätze zu schaffen.
Der letzte Teil des Workshops bestand aus einer interaktiven Diskussion zu gängigen Mythen über die Beziehungen zwischen der Republik Moldau und der EU. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die wichtigsten Stereotypen und die Verbreitung von fake news gelegt, aber auch darauf, wie BürgerInnen zusammen mit ihren externen PartnerInnen zur Konsolidierung einer starken Gesellschaft beitragen können.
Im Rahmen des Workshops wurden auch zwei im Rahmen des Projekts produzierten Videos zu Erfolgsgeschichten gezeigt:
VIDEO 1: WE&EU Success Story - Grigorii Kîssa, entrepreneur from Comrat (RO/RU)
Ein Unternehmer aus Comrat, konnte mit EU-Unterstützung moderne Anlagen für sein Pelletherstellungsunternehmen kaufen.
https://www.facebook.com/ipismoldova/videos/2539067732846513/UzpfSTE1ODIwOTA5ODIwNzA3NzY6MjUwNjQzNDMxMjk2OTc2Nw/
VIDEO 2: WE&EU Success Story - Mihai Chitaica, owner of Kayak Club in Varnița (RO/RU)
Der Trainer des lokalen Kajakclubs in Varnita konnte mit teilweiser finanzieller Unterstützung der EU ein Motorboot für den Club kaufen.
https://www.facebook.com/IPREMoldova/videos/2437785693135924/
Das Projekt "WE&EU: EU-Assoziationen und Realität in Moldau" zielt darauf ab, einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der gesellschaftlichen Trennlinien in Moldau in Bezug auf den Annäherungsprozess der EU zu leisten, indem ein informierter innergesellschaftlicher Dialog über die spezifischen Inhalte und grundlegenden Werte des Assoziierungsabkommens und die konkreten Vorteile der Modernisierung Moldaus im Zuge des Annäherungsprozesses der EU gefördert wird. Die Projektaktivitäten zwischen Juli 2019 und Juni 2020 umfassen BürgerInnendialoge, Workshops, öffentliche Konferenzen und TV-Debatten in verschiedenen Regionen wie Basarabeasca, Orhei, Nisporeni und Ungheni. Das Projekt wird mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes durchgeführt.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
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