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Populismus in Luxemburg (TruLies-Blogbeitrag von Jean-Marie Majerus)
10.04.2017

„Mir wëlle bleiwe wat mir sin.“ Diese nationale Devise Luxemburgs entstand im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Herausbildung des Nationalbewusstseins, und sollte auf die Unabhängigkeit des Großherzogtums verweisen.

„Mir wëlle bleiwe wat mir sin.“ Diese nationale Devise Luxemburgs entstand im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter der Herausbildung des Nationalbewusstseins, und sollte auf die Unabhängigkeit des Großherzogtums verweisen. Zum Entsetzen vieler Luxemburger jedoch wurde dieser Satz mehr als hundert Jahre später von der mittlerweile aufgelösten, rassistischen luxemburgischen „Nationalbewegung“ unter Pierre Peters, einem wegen Fremdenhasses verurteilten Diplomvolkswirt, verwendet. Die Luxemburger sind einerseits zwar bodenständig, doch dank ihrer Mehrsprachigkeit und ihrer Weltoffenheit ist Fremdenhass in der Regel ein Fremdwort in Luxemburg. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob Luxemburg ein Land ist, „welches gegen den Rassismus immunisiert ist“, wie eine soziologische Studie im Jahre 1997 schlussfolgerte. Die Frage, die sich an diese Überlegung schließt, ist folgende: Warum sind populistische Parteien in verschiedenen Ländern Westeuropas relativ erfolgreich, während sie in anderen scheitern? Jean-Marie Majerus zeichnet in seinem neuen TruLies-Blogbeitrag die Entwicklung ansatzweise populistischer Bewegungen in Luxemburg und die Gründe für ihren nur mäßigen Erfolg nach, stellt aber auch die Frage, ob das Land eine „Insel der Seligen“ in einem populistischen Meer bleiben kann.

Jean-Marie Majerus ist Beigeordneter Direktor des „Centre d’études et de recherches européennes Robert Schuman (CERE)“ (Europäisches Studien- und Forschungszentrum Robert Schuman).

Das von der Stiftung Mercator geförderte Projekt „TruLies – The Truth about Lies on Europe“ des Instituts für Europäische Politik (IEP) mit der Unterstützung des Progressiven Zentrums hat zwei Hauptziele. Zum einen strebt es in der wissenschaftlichen Analyse eine systematische und analytisch fundierte Dekonstruktion von europaskeptischen und populistischen Falschbehauptungen, Feindbildern und Vorurteilen an. Dies soll zu einer Versachlichung der Debatte in Deutschland beitragen. Zum anderen zielt „TruLies Europe“ auf den Transfer der Analyseergebnisse in die Gesellschaft durch dialogbasierte Kommunikation mit Politik, Zivilgesellschaft und der breiteren Öffentlichkeit, so auch mittels der Blogbeiträge.

Den Blogbeitrag von Jean-Marie Majerus finden Sie hier.

Über das The Truth about Lies on Europe (TruLies) Projekt: In Deutschland nimmt das europaskeptische Potenzial zu und der bisher allgemein vorherrschende ausgeprägte pro-europäische Grundkonsens fängt an zu bröckeln...

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