IEP-Mittagsgespräch mit Martin Kotthaus, Leiter der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes

„Die EU-27, der Brexit und Rom“ war das Thema unseres IEP-Mittagsgesprächs mit Ministerialdirektor Martin Kotthaus, Leiter der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes, zu dem wir am 23. Mai in das Europäische Haus in Berlin eingeladen hatten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Mathias Jopp, Direktor des Instituts für Europäische Politik (IEP). Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, richtete vorab ein Grußwort an das Publikum aus.

Martin Kotthaus gab in seinem Vortrag eine Einschätzung zur Zukunft der EU-27, einerseits in Bezug auf Brexit und den EU-Austrittsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich, andererseits mit Blick auf die Wahl Emmanuel Macrons und pro-europäischen Bürgerbewegungen wie Pulse of Europe.

Europa stehe vor einer Weichenstellung. Die Wahlen in Frankreich, der Bratislava-Fahrplan sowie die Veröffentlichung des Weißbuches der Europäischen Kommission zur Zukunft Europas haben gezeigt, dass vieles wieder möglich erscheint und die Stimmung in Europa insgesamt wieder positiver ist als noch im vorigen Jahr. Durch das Weißbuch der Kommission seien beispielsweise Diskussionen in den Bereichen der Verteidigungspolitik oder eines sozialen Europas angestoßen worden. Nun liege es an den Mitgliedstaaten zu entscheiden, wie die EU zukünftig aussehen solle. Da Europa heute sehr divers sei, müssten Diskussionen um die Zukunft Europas offen und intensiv geführt werden. In Bezug auf den Brexit zeigte Martin Kotthaus sich optimistisch, da die EU-27 bisher in dieser Frage große Einigkeit gezeigt hätten.

Wir bedanken uns herzlich für einen interessanten Vortrag sowie bei Richard Nikolaus Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, für sein Grußwort an die Gäste.

 

 

 

 


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