Im Rahmen des SEnECA-Projekts wurden neun Policy Papers veröffentlicht, die den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen den fünf zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan einerseits und der Europäischen Union – sowohl auf supranationaler als auch auf nationalstaatlicher Ebene –, ausgewählten asiatischen Staaten und Weltmächten andererseits darstellen. Das Mapping erfolgte auf Grundlage einer Literaturauswertung und konzentrierte sich auf die Bereiche Politik und Sicherheit (Papers Nr. 1–3), Wirtschaft und Handel (Papers Nr. 4–6) sowie Kultur, Identität und Zivilgesellschaft (Papers Nr. 7–9). Die Mapping Policy Papers sind auf der Projektwebsite verfügbar.
Die Mapping Policy Papers bilden einen ersten Schritt bei der Entwicklung der SEnECA Policy Roadmap zu künftigen Prioritäten der EU-Politik gegenüber Zentralasien. „Diese Policy Papers enthalten eine Fülle schwer zugänglicher Informationen über die Rolle und Position der fünf zentralasiatischen Staaten im internationalen System und gegenüber der Europäischen Union. Sie bilden die Grundlage für die anschließende vertiefte Analyse der Beziehungen zwischen der EU und Zentralasien, aus der wiederum Empfehlungen hervorgehen werden, die in den politischen Prozess zur Überarbeitung der EU-Zentralasien-Strategie einfließen sollen“, erklärt Dr. Böttger, Direktorin des Institut für Europäische Politik (IEP) und Co-Leiterin des Projekts. Für jede der drei Phasen – Mapping, Analyse und Empfehlungen – veröffentlicht SEnECA eine Reihe von Policy Papers und Policy Briefs, die die Bedeutung der Region für einzelne Politikfelder der EU sowie die Verflechtungen zwischen beiden Regionen aufzeigen.
Das Projekt „SEnECA – Strengthening and Energizing EU-Central Asia Relations“ zielt darauf ab, die Forschungszusammenarbeit zu verbessern und die Kapazitäten in Forschung und Politikberatung in der EU und Zentralasien zu stärken. Das internationale Konsortium umfasst zwölf Partnerorganisationen aus der EU und allen fünf zentralasiatischen Staaten. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Michael Kaeding, Professor für Europapolitik an der Universität Duisburg-Essen (UDE), und Dr. Katrin Böttger, Direktorin des Institut für Europäische Politik (IEP). Das Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 der Europäischen Union über einen Zeitraum von zwei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert.