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Zwischenbilanz nach einem Jahr Global-Gateway-Strategie
24.11.2022

unsplash/Mick Haupt und IEP
unsplash/Mick Haupt und IEP

Welche Potentiale bietet die Global-Gateway-Strategie der Europäischen Kommission und welche Herausforderungen stellen sich? Im IEP-EIB Mittagsgespräch diskutierten Katja Kammerer, Jule Könneke, Dr. Eefje Schmid und Dr. Jörg Wojahn.

Das einjährige Bestehen der 2021 eingeführten Global-Gateway-Strategie (GGS) ist Anlass für eine erste Zwischenbilanz: Mit der 300 Milliarden Euro schweren Konnektivitätsinitiative zielt die Europäische Kommission darauf ab, nachhaltige und wertebasierte Wirtschaftspartnerschaften zwischen der EU und Partnerländern aufzubauen. Mit der GGS reagiert die EU auch auf konkurrierende Infrastrukturinitiativen, allen voran der chinesischen "Belt and Road Initiative".

Positiv zu bewerten ist, dass die enge Zusammenarbeit im Rahmen des Team-Europe-Ansatzes, die strategische Ausrichtung und das Setzen gemeinsamer Ziele bereits jetzt einen „Geist der stärkeren Zusammenarbeit“ unter den verschiedenen Durchführungspartnern wie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder der Europäischen Investitionsbank (EIB) hat entstehen lassen. Vielversprechend ist zudem der Fokus auf die Generierung privater Gelder für Investitionsvorhaben sowie die Möglichkeit, die Ziele des European Green Deal auf globaler Ebene zu skalieren.

Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass zu hohe Erwartungen geweckt werden. Es muss sichergestellt werden, dass es sich bei der GGS nicht nur um ein neues „branding“ handelt, sondern tatsächlich nachhaltige Neuerungen in der Zusammenarbeit zwischen der EU und Partnerländern angestoßen werden. Gerade auch die ständige Systemkonkurrenz der GGS mit anderen Infrastrukturprogrammen ist eine große Herausforderung und erfordert, dass die Vorteile des wertebasierten europäischen Ansatzes kontinuierlich aufgezeigt werden.

Katja Kammerer, Abteilungsleiterin im Bereich Auftraggeber und Geschäftsentwicklung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Jule Könneke, Policy Advisor für Climate Diplomacy, Geopolitics und Security bei E3G, Dr. Eefje Schmid, Head of Policy & Impact Unit, Strategy & Partnership Directorate bei der Europäischen Investitionsbank sowie Dr. Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland teilten ihre Einschätzungen zur GGS im Rahmen des IEP-EIB Mittagsgesprächs ,„Ein Jahr Global-Gateway-Strategie: Mehrwert und Herausforderungen“.

Das IEP organisierte die Veranstaltung, die von Dr. Funda Tekin moderiert wurde, in Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank. Die Veranstaltung fand im Europäischen Haus der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland sowie dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland statt.

   
 

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Über das Mittagsgespräche Projekt: Expert:innen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft analysieren Herausforderungen und Perspektiven der europäischen Integration und diskutieren mit dem Publikum. Die Mittagsgespräche sind öffentlich und fördern damit die europapolitische Debatte in Deutschland.

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Bild Copyright: unsplash/Mick Haupt und IEP