Deutschland und Europa

Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland bildet das Streben nach europäischer Integration ein konstitutives Element deutscher Staatsräson. Die teilweise Verlagerung von staatlicher Souveränität auf die europäische Ebene trug maßgeblich zur dauerhaften Sicherung von Frieden und Wohlstand sowie zu internationaler Gleichberechtigung, Akzeptanz und Souveränität Deutschlands bei. Überdies ermöglichte die Einbindung in den europäischen Kontext den Abbau von Vorbehalten der internationalen Partner gegenüber einem wiedererstarkenden und seit 1990 wiedervereinigten Deutschland. Aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft zu den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL), der Exportabhängigkeit der deutschen Industrie, der nicht zuletzt aufgrund der Lehren der deutschen Geschichte tief verwurzelten Tradition der Einbindung in die europäischen Strukturen sowie der historisch-moralischen Verpflichtung bleibt das Streben nach einer erweiterten und vertieften EU auch heute ein Interesse deutscher Außenpolitik per se. Umgekehrt ist Deutschland aufgrund seiner Bevölkerungszahl, seines wirtschaftlichen Potentials und seiner europäischen Mittellage von zentraler Bedeutung für die Fortentwicklung des europäischen Integrationsprozesses.

Die deutsche Europapolitik und Deutschlands Rolle in Europa stellen traditionell einen Forschungsschwerpunkt des Instituts für Europäische Politik dar. Im Zentrum entsprechender Forschungsprojekte, Veranstaltungen und Publikationen stehen:


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Prof. Dr. Mathias Jopp
Dr. Katrin Böttger
Julia Klein
Richard Steinberg

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