rEUnify: Unterschiede in nationalen Wahrnehmungen der Deutschen Wiedervereinigung

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Welche Bedeutung hat die deutsche Wieder­ver­ei­nigung heute für Europa? Das Projekt rEUnify vergleicht und disku­tiert histo­rische Erinne­rungen und nationale Wahrneh­mungen aus Deutschland, den Nieder­landen, Polen, Frank­reich und Tschechien.

Die Wieder­ver­ei­nigung Deutsch­lands ist ein Schlüs­sel­er­eignis der jüngeren europäi­schen Geschichte. Sie ist auch ein Wende­punkt beim Aufbau der Europäi­schen Union und beim Übergang zur Demokratie in Mittel- und Osteuropa. Die deutsche Einheit mag heute — vor allem für junge Genera­tionen — selbst­ver­ständlich erscheinen, aber 1990 rief die Aussicht auf eine Wieder­ver­ei­nigung zwischen Ost- und Westdeutschland heftige Reaktionen bei den Nachbar­ländern hervor. Dabei haben insbe­sondere die schwie­rigen histo­ri­schen Bezie­hungen zwischen Deutschland und diesen Ländern eine Rolle gespielt. So stellte die deutsche Wieder­ver­ei­nigung 1990 eine immense Heraus­for­derung für den gesamten europäi­schen Kontinent dar: Während Deutschland mit seinem natio­nalen Wieder­aufbau beschäftigt war, brachten die Nachbar­staaten im Osten ihre eigene demokra­tische und wirtschaft­liche Trans­for­mation auf den Weg.

Die betei­ligtem Insti­tu­tionen werden in dem jewei­ligen Land öffent­liche Veran­stal­tungen organi­sieren, um die Bedeutung der deutschen Wieder­ver­ei­nigung zu ergünden. Zeitzeug:innen, Bürger:innen sowie Studie­rende werden in die Diskussion miteinbezogen.

Die verschie­denen natio­nalen Perspek­tiven werden am Ende des Projekts in einem wissen­schaft­lichen Bericht zusam­men­ge­fasst, der von dem politi­schen Nachrich­ten­ma­gazin “New Eastern Europe” veröf­fent­licht werden wird.

Team

Dr. Katrin Böttger – Direktorin
Simone Klee – Assistentin
Lennart Belke – Studen­ti­scher Mitarbeiter
Nicolas Butylin – Studen­ti­scher Mitarbeiter

Laufzeit

10.11.2021 – 31.07.2022