Der (europäische) Föderalist: Wenn am nächsten Sonntag Europawahl wäre (April 2020) – Starke Zugewinne für EVP und S&D in der Corona-Krise

Man nennt es den Rally-’round-the-flag-Effekt: In einer großen Krise, vor allem wenn sie als eine von außen kommende Bedrohung wahrge­nommen wird, neigen Menschen dazu, sich „um die Flagge zu versammeln“ und die Regierung zu unter­stützen. Dieser Effekt ist zwar oft nur von begrenzter Dauer, führt aber kurzfristig zu steigenden Umfra­ge­werten – und zwar weitgehend unabhängig davon, wer regiert oder wie die Regierung mit der Krise umgeht. Die Corona­krise bietet ein eindrucks­volles Beispiel für diesen Effekt. Rund um die Welt gewannen Staats- und Regie­rungs­chefs in den Wochen nach Ausbruch der Pandemie in ihrer Bevöl­kerung an Popula­rität. Und auch in dieser Sitzpro­jektion für das Europäische Parlament schlägt sich der Effekt in aller Deutlichkeit nieder: Gegenüber der letzten Projektion von Anfang März, die noch zum größten Teil auf Umfragen aus der Vor-Corona-Zeit basierte, können die beiden Fraktionen der tradi­tio­nellen „europäi­schen Große Koalition“, die konser­vative EVP und die sozial­de­mo­kra­tische S&D, deutlich dazu gewinnen.

Hier lesen Sie den Blogbeitrag von Manuel Müller auf dem Blog ‘Der (europäische) Föderalist’ in voller Länge.