Aktuelle Programme

Im Auftrag deutscher und europäi­scher Partner führt das Institut für Europäische Politik (IEP) seit Jahren umfang­reiche Trainings- und Fortbil­dungs­maß­nahmen im Rahmen des EU-Erwei­te­rungs­pro­zesses und der Europäi­schen Nachbar­schafts­po­litik (ENP) durch.

Während in den vergan­genen Jahren insbe­sondere die öffent­lichen Verwal­tungen der Länder Südost­eu­ropas im Fokus unserer Arbeit standen, sind im Jahr 2015 die Ukraine und Moldau in den Mittel­punkt unserer Tätig­keiten gerückt.

In der Ukraine imple­men­tiert das IEP derzeit zwei Programme:

I. Vermittlung fachspe­zi­fi­scher Expertise in DCFTA-Imple­men­tie­rungs-Workshops im Auftrag der GIZ

Aus Mitteln des Bundes­mi­nis­te­riums für wirtschaft­liche Zusam­men­arbeit und Entwicklung (BMZ) führt das IEP in der öffent­lichen Verwaltung der Ukraine im Auftrag der Gesell­schaft für Inter­na­tionale Zusam­men­arbeit (GIZ) GmbH Trainings­maß­nahmen zur Imple­men­tierung des Assozi­ie­rungs­ab­kommens (AA) und des Tiefen und Umfas­senden Freihan­dels­ab­kommen (DCFTA) durch.

Im Rahmen von Expert­en­se­mi­naren unter­stützen wir gezielt die öffent­liche Verwaltung in der Ukraine durch zwei Trainings­reihen: In der ersten Trainings­reihe „Legal Harmo­niz­ation“ werden die Fertig­keiten der Geset­zes­har­mo­ni­sierung der ukrai­ni­schen Gesetz­gebung mit dem relevanten EU-Acquis erlernt, sowie EU-Reporting, Bench­marking und EU-Koordi­nierung erprobt. Die zweite Trainings­reihe widmet sich in Sektor­trai­nings ausge­wählten DCFTA-Kapiteln. Dabei handelt es sich um Kapitel 4: Sanitäre- und Phyto­sa­nitäre Vortschriften; Kapitel 8: Öffent­liche Verga­be­regeln; Kapitel 13: Handel und nachhaltige Entwicklung.

II. EU-Assozi­ie­rungs­trai­nings im Auftrag des Auswär­tigen Amtes

In einem weiteren Programm verfolgen wir im Auftrag des Auswär­tigen Amts den Aufbau von nachhal­tigen perso­nellen Struk­turen zur AA/DCFTA Umsetzung in der Ukraine. Das mehrstufige Trainings­pro­gramm mit den Kompo­nenten „Zivil­ge­sell­schaft“ und „Rechts­staat“ und richtet sich sowohl an die Angestellten des öffent­lichen Dienstes, sowie auch an die Vertreter der Zivil­ge­sell­schaft. Ziel ist die Stärkung der Verwal­tungs­ka­pa­zi­täten in der Ukraine. Dies dient der Unter­stützung des Assozi­ie­rungs­pro­zesses insbe­sondere mit Blick auf die Imple­men­tierung des DFTA.

Hierfür greift das IEP nicht nur auf Experten aus den Verwal­tungen der EU-Mitglieds­staaten zurück, sondern fördert zudem den Wissens­transfer durch die Einbindung von Trainern aus EU-Kandidatenländern.

Mit der Zivil­ge­sell­schaft gegen Korruption in Moldau

In der Republik Moldau imple­men­tiert das IEP im Auftrag des Auswär­tigen Amts ein Programm zur Stärkung der Zivil­ge­sell­schaft im Kampf gegen Korruption. In Zusam­men­arbeit mit dem lokalen Partner, dem Insti­tutul de Politici şi Reforme Europene (IPRE), werden mit Hilfe von Trainings- und Beratungs­maß­nahmen die zivil­ge­sell­schaft­liche Vernetzung in Moldau gefördert und die Kompe­tenzen des lokalen Partners auf dem Feld der Korrup­ti­ons­be­kämpfung gestärkt. Das Programm zielt zudem darauf ab, mit öffent­lichen Veran­stal­tungen und der Veröf­fent­li­chung eines Policy Papers einen Beitrag zur Ausge­staltung der moldaui­schen Antikor­rup­ti­ons­stra­tegie 2016–2020 zu leisten.

Für weitere Infor­ma­tionen zu unseren Programmen stehen Ihnen die Mitar­beiter der Abteilung „Capacity Building“ des IEP gerne zur Verfügung.

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