Lebhafte Diskussion zu moldauischer Identität und Minderheitenfragen bei der Eröffnungskonferenz des MIDEU Projekts

Am 29. Mai 2017 fand die MIDEU Eröff­nungs­kon­ferenz zum Thema “National Identity and Inclusive Society in Moldova: Current Issues and Shared Visions” in Chisinau statt. Etwa 40 Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Stand­punkte zur Frage der natio­nalen Identität und der Minder­hei­ten­in­te­gration in der Republik Moldau zu disku­tieren.

Zu Eröffnung hielten Florian Seitz, Ständiger Vertreter der Botschaf­terin der Bundes­re­publik Deutschland in Moldau, sowie Ion Stavila, Botschafter mit beson­derer Mission , Minis­terium für Auswärtige Angele­gen­heiten und Europäische Integration der Republik Moldau, Grußworte.

Die Redne­rInnen auf Panel 1, S.E. Pirkka Tapiola (Leiter der EU-Delegation in der Republik Moldau), Vera Petukhov (Stell­ver­tre­tende Direk­torin des Büros für inter­eth­nische Bezie­hungen) und Pascal Bonnard (Experte für Minder­hei­ten­fragen, Univer­sität St. Etienne, Frank­reich) thema­ti­sierten die Frage, wie ein integra­tiver Staat in Moldau gefördert werden könne, und welche Rolle die Europäische Union in diesem Prozess spiele.

Während des zweiten Panels tauschten Vertreter von Organi­sa­tionen der ethni­schen Minder­heiten ihre Meinungen zu einer integra­tiven Gesell­schaft in Moldau, möglichen Elementen einer gemein­samen moldaui­schen Identität  sowie der Rolle von Nicht-Regie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen und Minder­hei­ten­gruppen im Prozess der Identi­täts­findung aus.

Auf Panel 3 teilten die Botschafter einiger Nachbar­länder Moldaus — S. E. Daniel Ioniţă, Botschafter Rumäniens in der Republik Moldau, S.E. Artur Michalski, Botschafter Polens, sowie S.E. Matyas Szilagyi, Botschafter Ungarns – die Erfah­rungen ihrer Länder im Hinblick auf nationale Identität sowie die Integration von Minder­heiten.

Schluss­fol­ge­rungen und konkrete Politik­emp­feh­lungen wurden auf Panel 3 von Vlad Kulminski, Präsident von IPIS, Michael Scanlan, Leiter der OSZE Mission in Moldau, und Vladimir Ţurcan, Vorsit­zender des Kommitees für Menschen­rechte und inter­eth­nische Bezie­hungen des moldaui­schen Parla­ments, formu­liert.

Die Konferenz wurde im Rahmen des Projekts “Stärkung der Natio­nalen Identität Moldaus im EU-Annähe­rungs­prozess (MIDEU)” organi­siert. Das Projekt wird vom Institut für Europäische Politik (Berlin) in Zusam­men­arbeit mit dem Institute for Strategic Initia­tives IPIS (Chișinău) sowie dem Institute for European Policies and Reforms IPRE (Chișinău) organi­siert und umgesetzt. Die Projekt­fi­nan­zierung erfolgt durch das Auswärtige Amt.