6. Interview der „Klartext“-Reihe: Open Data in der Ukraine und die Herausforderungen in der Bereitstellung von verlässlichen Daten

Im Rahmen des Projekts „Platform for Analytics and Intercultural Communication“ (PAIC) wurde das sechste Interview aus der Reihe „Klartext: Ukrainische Think Tanks im Gespräch“ veröffentlicht. Roman Kulchynskyi, Leiter der Organisation TEXTY.org.ua, beantwortet darin Fragen zur Situation von Open Data auf lokaler und nationaler Ebene und Datenjournalismus in der Ukraine.

Im Interview umreißt Kulchynskyi die Entstehungsgeschichte der Plattform TEXTY.org.ua und gibt Antworten auf die Frage, wie sich die derzeitige Situation von öffentlich zugänglichen Daten in der Ukraine gestaltet. Welche Ministerien und Behörden veröffentlichen Daten? Was hat es zu bedeuten, dass zwar viele Daten mittlerweile zugänglich sind aber nicht zu Analysezwecken genutzt werden können? Und was kann unternommen werden, um eine Standardisierung der Datenerhebungen auf lokaler und nationaler Ebene zu erreichen und welche Projekte durch westliche Partnerorganisationen gefördert werden sollen? Im Interview geht Kulchynskyi zudem auf die Kooperation zwischen TEXTY.org.ua und dem Ministerium für Infrastruktur ein und zeigt, wie sich die Zusammenarbeit gestaltete. Außerdem wird das Projekt „Trollsphäre“ vorgestellt, bei dem TEXTY.org.ua ein Troll- und Bot-Netzwerk aufdeckte und analysierte.

TEXTY.org.ua entstand 2010 aus dem umbenannten Medienportal ZaUA.org und versteht sich als „hybride Organisation“, die sowohl massenmedialen Datenjournalismus betreibt als auch als Denkfabrik tätig ist. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Analyse großer Datenmengen und der Aufbereitung der Analyseergebnisse in interaktiven Grafiken, um sie einem großen Publikum verständlich zu machen.

Die Interviewreihe „Klartext: Ukrainische Think Tanks im Gespräch“ möchte ukrainische Denkfabriken sowohl in der Ukraine als auch in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit präsenter machen und ein Bild der Denkfabriken-Landschaft und den allgemeinen Entwicklungen in der Ukraine vermitteln. Besonderes Augenmerk wird auf die Herausforderungen gelegt, mit denen ukrainische Think Tanks konfrontiert werden, sowie auf deren Rolle bei der Umsetzung von Reformen in der Ukraine.

Das Projekt „Platform for Analytics and Intercultural Communication“ (PAIC) wird vom Institut für Europäische Politik e.V. (IEP, Berlin) in Zusammenarbeit mit der International Renaissance Foundation (IRF, Kiew), der Ilko Kucheriv Democratic Initiatives Foundation (DIF, Kiew) und der Denkfabriken-Initiative think twice UA (Kiew) mit Unterstützung des Auswärtigen Amts durchgeführt.

Das Interview auf Deutsch im Volltext finden Sie hier als PDF-Datei. Das Interview steht ebenfalls auf Ukrainisch zur Verfügung.


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