CiSEP: Green Economy – Trend oder Notwendigkeit?

Experten disku­tierten die Entwicklung einer nachhal­tigen Wirtschaft in der Westukraine bei einem virtu­ellen runden Tisch von CiSEP

Von Iryna Shvets, OPORA Lviv

Bedro­hungen durch die globale Klima­er­wärmung und Umwelt­zer­störung standen in den letzten Jahren im Vorder­grund der globalen Entwicklung. Es ist offen­sichtlich, dass diese Probleme auch die politische Agenda in der Ukraine in den nächsten 10 Jahren beein­flussen werden – mit Betonung auf der Notwen­digkeit natür­liche Ökosysteme schritt­weise wieder­her­zu­stellen, der Einhaltung der Prinzipien der ökono­mi­schen Effizienz, sozialer Gerech­tigkeit und nachhal­tiger Entwicklung. Die Frage, wie man globalen Heraus­for­de­rungen auf der lokalen Ebene begegnen kann, wurde während zwei CiSEP Online-Veran­stal­tungen am 13. und 14. Mai 2020 disku­tiert.

Der Runde Tisch mit Expert:innen zum Thema „Entwicklung einer grünen Wirtschaft in der Westukraine“ fand am 13. Mai 2020 statt. Über 20 Vertreter:innen des öffent­lichen Sektors, von Univer­si­täten, der Wirtschaft und öffent­licher Verwaltung fanden sich bei dem Zoom-Meeting ein. Während des ersten Teils der zweitei­ligen Veran­staltung hatten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit sich mit den Präsen­ta­tionen der geladenen Experten vertraut zu machen. Diese waren Olexander Sushchenko (Center for Social Value Research), Natalia Andru­sevich (Resource and Analy­tical Center „Society and Environment“), Olga Melnyk (Economic Develo­pment Agency „PPV Knowledge Networks“) und Victoria Dovzhyk (Beraterin des Bürger­meisters Abgeordnete im Stadtrat von Lwiw). Während des zweiten Teils der Veran­staltung hatten alle Teilnehmer:innen die Gelegenheit sich darüber auszu­tau­schen wie „grün“ die Wirtschaft in der Stadt und Region Lwiw heutzutage ist und welche Heraus­for­de­rungen und Möglich­keiten es im Bereich der Entwicklung von lokaler Wirtschaft als Antwort auf den Klima­wandel gibt.

Die Veran­staltung „CLIMATE TALKS: About the green economy for a planet under pressure“, die am 14. Mai 2020 stattfand, war die logische Fortsetzung sowohl des Runden Tisches zu einem thema­ti­schen Schwer­punkt des CiSEP Netzwerks. Der Event wurde von der regio­nalen CiSEP Partner­or­ga­ni­sation OPORA Lviv in Koope­ration mit PLATO NGO organi­siert. Die Veran­staltung im Format einer Online-Diskussion auf der Plattform Zoom bot eine sehr gute Möglichkeit, Einblicke in die Arbeit der Referent:innen Oleksandr Sushchenko – Leiter des „Center for Social Value Research“ und Wissen­schaftler am „Helmholtz Center for Environ­mental Research“, Oleksiy Karnaus­henko – Direktor von „GreenEra“, einem ukrai­ni­schen Abfall­wirt­schafts­un­ter­nehmens, Daria Yaremchuk – Eigen­tü­merin des vegeta­ri­schen Cafés „Green“ und Iryna Gavrychenko – Umwelt­in­ge­nieurin bei der Firma „Enzyme“, zu erhalten. Während der Debatte teilten die Vertreter:innen und Eigentümer:innen der lokalen Unter­nehmen ihre Beobach­tungen im Zusam­menhang mit dem Wandel von wertori­en­tierter Führung in Unter­nehmen, ihre Erfah­rungen bei der Umsetzung der Prinzipien einer Kreis­lauf­wirt­schaft, erhöhter Herstel­ler­ver­ant­wortung und Nachfrage bei den Verbrau­chern sowie persön­liche Erfolge, aber auch Frustration bei dem Versuch ihren ökolo­gi­schen Fußab­druck zu verkleinern.

Beide Veran­stal­tungen waren Teil einer Reihe von Aktivi­täten mit dem Ziel regionale Heraus­for­de­rungen bei der Imple­men­tierung des AA/DCFTA unter Einbe­ziehung der Zivil­ge­sell­schaft zu beleuchten.


Die Civic School for Sound EU Practice (CiSEP) ist ein Trainings­pro­gramm für aktive Bürger:innen und Verän­de­rungs­willige aus der Ukraine. CiSEP schafft ein ukrai­ne­weites Netzwerk aus Spezialist:innen zu Fragen des EU-Ukraine-Assozi­ie­rungs­ab­kommens mit dem Ziel, die europäische Integration der Ukraine zu stärken.

CiSEP wird gefördert vom Auswär­tigen Amt.


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