9. Ukraine-Frühstücksgespräch: „Anziehungskraft oder Ablehnung? Bilder der EU im Süden und Osten der Ukraine“

Aktuellen Umfragen zufolge würde im Falle eines Referendums  eine Mehrheit der UkrainerInnen für den europäischen Integrationskurs stimmen und mehr als ein Drittel der Bevölkerung wünscht sich, ihre Kinder in der EU aufwachsen zu sehen, da diese mit sozialer Sicherheit, Wohlstand, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit in Verbindung gebracht wird. Dieser proeuropäische Vektor ist in fast allen ukrainischen Regionen wiederzufinden. Doch während sich die Ukraine-EU-Beziehungen vertiefen, wächst zeitgleich – besonders im Süden und Osten des Landes – die Gruppe jener, die einer europäischen Integration neutral bis skeptisch gegenüberstehen.

Dr. Kateryna Zarembo, stellvertretende Direktorin des in Kiew ansässigen New Europe Centers und Dozentin an der Kiewer Mohyla Akademie, sprach über die verschiedenen Bilder der Europäischen Union zwischen Anziehungskraft und Ablehnung im ukrainischen Süden und Osten und führte Erklärungsansätze für die Divergenzen im Vergleich zu anderen ukrainischen Regionen an.  Die folgenden Fragen wurden während des Frühstücksgesprächs behandelt: Warum wächst das „neutrale Lager“ in Bezug auf die europäische Integration in den ukrainischen Regionen? Wie kann die EU ihre Kommunikationsstrategie verbessern? Wie wirkt sich der Konflikt im Osten auf die Haltung zur EU aus und welche Rolle spielen die neusten Reformen in dieser Hinsicht?  ​

Das Frühstücksgespräch fand im Rahmen unseres Projektes „Platform for Analytics and Intercultural Communication“ (PAIC) statt, welches die Förderung der Fachkompetenzen ukrainischer Think Tanks, die Schaffung von Synergien zwischen ukrainischen und deutschen Denkfabriken und den Wissenstransfer über Prozesse in der Ukraine nach Deutschland zum Ziel hat. PAIC wird in enger Zusammenarbeit mit der Ilko Kucheriv Democratic Initiatives Foundation und der Think Tank Initiative think twice UA und der freundlichen Unterstützung durch das Auswärtige Amt durchgeführt.

Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze auf unserer Webseite.