10. Ukraine-Frühstücksgespräch: „Konfrontation im Asowschen Meer“

Am 25. November 2018 griffen russische Militärschiffe drei ukrainische Boote an, welche auf dem Weg zum Hafen von Mariupol, die Meerenge von Kertsch und somit die illegal errichtete Kertsch-Brücke, welche Russland mit der Krim-Halbinsel verbindet, passieren wollten. Damit ist das Asowsche Meer zum ersten Mal in den Fokus der Medien und die Ukraine wieder zurück in die Weltöffentlichkeit gerückt. Obwohl dies bei Weitem nicht der erste Vorfall in der Meerenge Kertsch war, war er doch der Folgenreichste. In Reaktion auf diesen jüngsten militärischen Zwischenfall, verhängte das ukrainische Parlament (Verkhovna Rada) am 28. November 2018 ein 30-tägiges Kriegsrecht in den südlichen und östlichen Oblasten, die an die Russische Föderation, die Republik Moldau (Transnistrien) und das Schwarze Meer grenzen. Vor diesem Hintergrund stellen sich viele neue Fragen: Welche Folgen hat die Ausrufung des Kriegsrechtes auf die Präsidentschafts- u. Parlamentswahlen 2019? Wie verändert sich die Sicherheits- und außenpolitische Lage der Ukraine und was bedeutet dies für das ukrainische Militär? Welche Optionen für Reaktionen der EU und des Westens werden in der Ukraine gegenwärtig diskutiert?

Diese und weitere Fragen haben wir im Rahmen unseres zehnten Ukraine-Frühstücksgesprächs das Thema „Konfrontation im Asowschen Meer: Mögliche Konsequenzen für die politische Zukunft und Sicherheitslage der Ukraine“ gemeinsam mit unserem Experten Petro Burkovskiy, Senior Fellow bei der Ilko Kucheriv Democratic Initiatives Foundation (Kyiv) sowie Leiter des Centers for Advanced Russian Studies bei dem National Institute for Strategic Studies (Kyiv) diskutiert.

Das Frühstücksgespräch fand im Rahmen unseres Projektes „Platform for Analytics and Intercultural Communication“ (PAIC) statt, welches die Förderung der Fachkompetenzen ukrainischer Think-Tanks, die Schaffung von Synergien zwischen ukrainischen und deutschen Denkfabriken und den Wissenstransfer über Prozesse in der Ukraine nach Deutschland zum Ziel hat. PAIC wird in enger Zusammenarbeit mit der Ilko Kucheriv Democratic Initiatives Foundation und der Think-Tank Initiative think twice UA und mit der freundlichen Unterstützung durch das Auswärtige Amt durchgeführt.

Ein ausführlicher Bericht erscheint in Kürze auf unserer Webseite.


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