Jahrestagung: „Die fortschreitende Politisierung der Europäischen Union – Akteure und Konfliktmuster“

In Zusam­men­arbeit mit dem Wissen­schaft­lichen Direk­torium des Instituts für Europäische Politik (IEP) und dem Arbeits­kreis Europäische Integration (AEI) veran­staltete das IEP am 8. und 9. Oktober die Jahres­tagung 2015 zum Thema „Die fortschrei­tende Politi­sierung der EU – Akteure und Konflikt­muster“. Die Tagung fand in der Vertretung des Saarlandes beim Bund statt. Etwa 50 Teilnehmer aus Wissen­schaft und Politik befassten sich in mehreren Panels mit der Thematik. Im ersten Panel wurden der Begriff der „Politi­sierung“ und ihre zukünftige Relevanz in der Europäi­schen Union genauer beleuchtet. Die Podiums­gäste sprachen sich dafür aus, die abneh­mende Wahlbe­tei­ligung und den Populismus in Europa durch offene politische Ausein­an­der­setzung zu überwinden. Im zweiten Panel beschäf­tigten sich die Panel­teil­nehmer mit „Grexit“ und „Brexit“: Es wurde disku­tiert, wie wahrscheinlich ein Austritt von Griechenland oder Großbri­tannien aus der Eurozone bzw. der Europäi­schen Union wäre. Auch auf mögliche Zukunfts­sze­narien der EU wurde in der Diskussion einge­gangen. Das dritte Panel beleuchtete die Ursachen von Rechts­po­pu­lismus und Euroskep­ti­zismus. Insbe­sondere Themen wie die Flücht­lings- oder Finanz­krise würden mit dem zuneh­menden Misstrauen der Bürger gegenüber der EU in den Zusam­menhang gebracht. Die Experten rieten deshalb zu mehr europäi­scher Zusam­men­arbeit in der Lösung dieser Krisen. Im vierten und letzten Panel ging es um die Chancen und Probleme des Trans­at­lan­ti­schen Freihan­dels­ab­kommens zwischen den USA und der EU (TTIP). Insbe­sondere die öffent­liche Darstellung des Abkommens und einzelne Regelungen des TTIP wurden für proble­ma­tisch befunden. Um die Bürger von TTIP zu überzeugen, seien wirtschaft­liche Argumente allein nicht ausrei­chend. Vielmehr müsse das Abkommen als „Chance zum Zusam­men­wachsen“ gesehen werden.

Zudem wurde die Konferenz durch eine Abend­an­sprache von Steffen Kampeter, MdB, Parla­men­ta­ri­scher  Staats­se­kretär a.D., berei­chert. Kampeter zeigte mögliche Entwick­lungs- und Integra­ti­ons­schritte für die Wirtschafts- und Währungs­union auf.

Die Jahres­tagung wurde mit freund­licher Unter­stützung des Auswär­tigen Amtes und der Europäi­schen Kommission durch­ge­führt.

Die Themen der einzelnen Panels entnehmen Sie bitte dem Programm.

Unten stehend finden Sie den ausführ­lichen Bericht als PDF und Fotos der Veran­staltung.

 

 

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