Die Europäische Union – zwischen Konsolidierung und Expansion

Am 21./22. September 2006 fand in Zusam­men­arbeit mit dem Wissen­schaft­lichen Direk­torium des IEP die Fachkon­ferenz „Die Europäische Union – zwischen Konso­li­dierung und Expansion“ statt.

Die Konferenz wurde von der Fritz Thyssen Stiftung, dem Centre Inter­na­tional de Formation Européenne und der Europäi­schen Kommission unter­stützt. Ein ausführ­licher Konfe­renz­be­richt, der auch im Heft 1/07 der Zeitschrift integration veröf­fent­licht wurde, steht als Download zur Verfügung

Das Schlusswort der Tagung gebührte Kommis­si­ons­prä­sident José Manuel Barroso, der in einem optimis­ti­schen Ausblick auf die deutsche Ratsprä­si­dent­schaft im ersten Halbjahr 2007 aktuelle Heraus­for­de­rungen der EU skizzierte, aber auch histo­rische Erfolge des Integra­ti­ons­pro­jekts hervorhob. Um an diese Bilanz anknüpfen zu können gelte es, so Barroso, das Vertrauen der Bürger in die EU als ein großar­tiges Projekt zurück­zu­ge­winnen.

Soweit ein Kommis­si­ons­prä­sident voller Optimismus, Elan und Taten­drang. Während der Tagung des Instituts für Europäische Politik, die rund 50 Experten aus Wissen­schaft, Politik und Verwaltung versam­melte, war der Ton zuvor meist nüchterner. Angesichts der vielfäl­tigen Heraus­for­de­rungen, mit denen sich die EU konfron­tiert sieht, durchaus nachvoll­ziehbar. Denn vor allem eines wurde während der zwei Tage inten­siven Nachdenkens über die Lage der EU zwischen Konso­li­dierung und Expansion deutlich: Es ist leichter, aktuelle strate­gische Dilemmata und politische Grund­fragen der EU zu erkennen und zu analy­sieren, als diesbe­züglich überzeu­gende Antworten und praktische Lösungen zu präsen­tieren.

Im Rahmen der Konferenz wurde zudem das 25jährige Jubiläum des Jahrbuchs der Europäi­schen Integration gefeiert. In seinem Festvortrag lieferte der ehemalige Präsident der Europäi­schen Kommission, Jacques Santer, einen sehr persön­lichen Rückblick auf diese 25 Jahre, die er auf vielfältige Weise mitge­staltet und geprägt hat. Eine leicht gekürzte Fassung der Rede wurde im Heft 4/06 der Zeitschrift integration veröf­fent­licht.

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