Dialogveranstaltung: „Coherence in Europe’s Africa Policies?“

Im neuen Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist festgehalten, die Leitlinien der deutschen Afrikapolitik zu aktualisieren und Kohärenz zur europäischen Strategie zu gewährleisten. Aus diesem Anlass fand am 12. Dezember 2018 eine öffentliche Dialogveranstaltung zum Thema „Coherence in Europe’s Africa Policies? – A view from Brussels“ in der Landesvertretung Bremen in Berlin statt. Der Dialog wurde gemeinsam vom Institut für Europäische Politik (IEP) und dem Auswärtigen Amt veranstaltet.

Auf dem Panel diskutierten Koen Vervaeke, geschäftsführender Direktor des Europäischen Auswärtigen Dienst für Afrika sowie Robert Dölger, Beauftragter des Auswärtigen Amts für Subsahara-Afrika und den Sahel. Die Moderation übernahm Dr. Katrin Böttger, Direktorin des Instituts für Europäische Politik.

Die Veranstaltung wurde durch eine Rede der Bevollmächtigten beim Bund des Landes Bremen, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Ulrike Hiller eröffnet.

Anschließend diskutierten die Sprecher mit 40 TeilnehmerInnen über praktische Herausforderungen sowie neue (globale) Entwicklungen, die für die Erneuerung der deutschen und europäischen Afrikapolitik von Relevanz sind. Dabei wurde von allen Parteien die gleichbleibende Wichtigkeit der bereits bestehenden Richtlinien betont. Der Austausch konzentrierte sich vornehmlich auf die Förderung guter Regierungsführung in afrikanischen Staaten, den Transfer von Forschung, Innovation und Technologie sowie den Aufbau der wirtschaftlichen Beziehungen und eines afrikanischen Binnenmarkts. Um diese neuen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, wurde die Bedeutsamkeit, Probleme auch auf regionaler Ebene zu bekämpfen, akzentuiert. Aktualisierungen der Leitlinien und zukünftige Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der afrikanischen Union sowie zwischen den Mitgliedstaaten sollen auf flexibler Zusammenarbeit und gegenseitigem Verantwortungsbewusstsein basieren, so das Ergebnis.