11. Jahrestagung des Deutsch-Nordisch-Baltischen Forums in Tallinn, Estland

Am 21. und 22. November 2019 fand im Außen­mi­nis­terium in Tallinn, Estland, das 11. Deutsch-Nordisch-Baltische Forum statt, das vom Institut für Europäische Politik (IEP) und dem Estonian Foreign Policy Institute (EFPI) organi­siert wurde. Unter der Überschrift “2019 – A Year Full of Fate Elections and a Lasting Impact for the Future” disku­tierten über 30 Experten aus Politik und Wissen­schaft der Teilneh­mer­länder aktuelle Themen der europäi­schen Agenda.

Eröffnet wurde das Forum mit einer Grund­satzrede des estni­schen Außen­mi­nisters Urmas Reinsalu. Es folgte eine öffent­liche Podiums­dis­kussion unter Mitgliedern der Planungs­stäbe des estni­schen, deutschen und finni­schen Außen­mi­nis­te­riums sowie des Europäi­schen Auswär­tigen Dienstes.

Im nicht-öffent­lichen Teil des Forums erörterte das erste Panel die Trans­for­mation des europäi­schen Partei­en­systems mit Hinblick auf die erheb­lichen Erfolge, die populis­tische Parteien bei den jüngsten Wahlen erzielten, und die Möglich­keiten, einen tiefgrei­fenden Dialog mit der Öffent­lichkeit aufzu­bauen. Am Abend waren alle Teilnehmer zu einem Dinner-Empfang in der Residenz der deutschen Botschaf­terin Chris­tiane Hohmann einge­laden, um die voran­ge­gan­genen Diskus­sionen fortzu­setzen und weitere Ideen auszu­tau­schen.

Der zweite Tag begann mit einem Panel zu hybriden Bedro­hungen und Abschre­ckung im Cyber­space, in dem die verschie­denen Erfah­rungen der europäi­schen Mitglied­staaten und die daraus resul­tie­rende unter­schied­liche öffent­liche Wahrnehmung von hybriden Bedro­hungen disku­tiert wurden. Das dritte Panel befasste sich mit den Bezie­hungen zwischen der EU und China im Zusam­menhang mit der „One Belt One Road“-Initiative. Neben den wirtschaft­lichen Auswir­kungen chine­si­scher Inves­ti­tionen und Einfluss­nahme bildete auch die geopo­li­tische Reich­weite der Initiative einen Diskus­si­ons­schwer­punkt. Das vierte und letzte Panel erörterte das breite Thema der Gemein­samen Europäi­schen Sicher­heits- und Vertei­di­gungs­po­litik, wobei insbe­sondere die verschie­denen strate­gi­schen Kulturen und die daraus resul­tie­rende Bedro­hungs­wahr­nehmung, aber auch die Chancen in der Entwicklung von gemein­samen europäi­schen Vertei­di­gungs­fä­hig­keiten hervor­ge­hoben wurden.

Die Direk­to­rinnen von IEP und EFPI, Dr. Funda Tekin und Dr. Kristi Raik, schlossen das 11. Deutsch-Nordisch-Baltische Forum.

Unser Dank gilt allen Moderator*innen, Disku­tie­renden und anderen Teilneh­menden, die das diesjährige Forum erneut zu einem Erfolg gemacht haben. Besonders möchten wir uns auch bei unserem Koope­ra­ti­ons­partner, dem Estonian Foreign Policy Institute, unserem Gastgeber, dem estni­schen Außen­mi­nis­terium, dem Auswär­tigen Amt, Botschaf­terin Chris­tiane Hohmann und der Deutschen Botschaft in Tallinn bedanken.

Ein detail­lierter Bericht wird in Kürze in der integration veröf­fent­licht.


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