Der (europäische) Föderalist: Fünf Jahre Europawahl-Sitzprojektionen: Was bewegte 2014–19 die europäischen Wahlumfragen?

Nach der Europawahl 2014 begann der Blog des (europäi­schen) Födera­listen (damals als erstes europäi­sches Medium) regel­mäßige Sitzpro­jek­tionen für das Europäische Parlament zu veröf­fent­lichen, die im Achtwo­chen­rhythmus vermessen, wie beliebt die europäi­schen Parteien bei ihren Wähle­rinnen und Wählern sind. Da es keine gesamt­eu­ro­päi­schen Wahlum­fragen gibt, handelt es sich bei der Projektion zwar jeweils um eine Aggre­gation natio­naler Umfragen, die sich meist auf nationale Parla­ments­wahlen beziehen und auch sonst mit einer Reihe von metho­di­schen Problemen einher­gehen. Anderer­seits ist auch ein verschwom­menes Bild besser als überhaupt kein Bild – und wie die Europawahl gezeigt hat, lag die Projektion letztlich auch nicht allzu fern von dem realen Ergebnis.

Inzwi­schen summieren sich die Projek­tionen zu einer Zeitreihe von fünf Jahren, in denen europa­po­li­tisch nicht nur allgemein einiges los war, sondern auch die europäische Partei­en­land­schaft sich verändert hat. Die Verlaufs­grafik, mit der dieser Artikel illus­triert ist, zeigt das Auf und Ab der europäi­schen Fraktionen in der Sitzpro­jektion und lässt einige Sprünge, Brüche und Trends erkennen. Was aber sorgte für diese Bewegungen? Wurden sie vor allem durch Ereig­nisse der natio­nalen Politik in den Mitglied­staaten getrieben, die sich über nationale Umfragen auf die gesamt­eu­ro­päische Sitzpro­jektion nieder­schlugen? Oder ist die europäische Öffent­lichkeit schon so weit fortge­schritten, dass bestimmte europa­po­li­tische Ereig­nisse europaweit die Umfragen beeinflussten?

Hier lesen Sie den Blogbeitrag des (europäi­schen) Födera­listen Manuel Müller in voller Länge.