CSO-Vertreter*innen erarbeiten Empfehlungen für eine integrativere Gesellschaft in Moldau

Am 24. und 25. Mai 2019 organi­sierte das Institut für Europäische Politik in Zusam­men­arbeit mit dem Institute for European Policies and Reforms (IPRE) und dem Institute for Strategic Initia­tives (IPIS) den zweiten Regio­nalen Dialog im Rahmen des Projekts “Förderung der zivil­ge­sell­schaft­lichen und inter-ethni­schen Dialogs in der Republik Moldau im Kontext der EU-Assozi­ierung (CIVID)”.

An dem zweitä­gigen Workshop nahmen rund 30 Vertreter*innen verschie­dener ethni­scher Gruppen und Regionen der Republik Moldau teil, darunter Expert*innen aus Zivil­ge­sell­schaft, Wissen­schaft und Wirtschaft, Jugend­liche sowie Repräsentant*innen der zentralen und lokalen Behörden. Ziel der Veran­staltung war es, die Diskussion darüber zu fördern, wie der soziale Zusam­menhalt in Moldau gestärkt werden kann, und gemeinsam praktische Lösungen für eine integra­tivere Gesell­schaft in den Bereichen Bildung, Medien, sozio­öko­no­mische Parti­zi­pation und dem EU-Moldau Assozi­ie­rungs­ab­kommen auszu­ar­beiten.

Der erste Tag bot Vertreter*innen des Bildungs­mi­nis­te­riums, der Agentur für inter­eth­nische Bezie­hungen und der OSZE die Möglichkeit, die bereits unter­nom­menen Anstren­gungen von Regie­rungs­be­hörden und inter­na­tio­nalen Partnern zur Stärkung der inter­eth­ni­schen Bezie­hungen in Moldau, wie beispiels­weise die Regie­rungs­stra­tegie und den entspre­chenden Aktionsplan, darzu­stellen, aber auch die noch verblei­benden Heraus­for­de­rungen kritisch zu bewerten.

In der zweiten Hälfte des ersten Tages erläu­terten die Projektexpert*innen die aktuelle Situation in den vier Themen­be­reichen Bildung, soziale und wirtschaft­liche Parti­zi­pation, Medien und dem Assozi­ie­rungs­ab­kommen EU-Moldau und adres­sierten die wichtigsten Probleme und Fragen, um den Teilnehmer*innen das notwendige Hinter­grund­wissen für die Ausar­beitung spezi­fi­scher Empfeh­lungen zu vermitteln.

Am zweiten Worksh­optag wurden die Teilnehmer*innen nach Themen­be­reichen in vier Gruppen einge­teilt. Jeder Gruppe wurde ein Moderator zugewiesen, welcher die Diskussion und die Ausar­beitung von Empfeh­lungen leitete: Das Thema “Bildung” wurde von Iulia Belanciuc, Beraterin im Minis­terium für Bildung, Kultur und Forschung, geleitet, die Gruppe “Wirtschaft­liche Entwicklung und soziale Rechte” von Vadim Pistrinciuc, Projekt­ex­perte bei IPIS, Maria Levcenco, Journa­listin und Expertin bei IPIS, betreute die Gruppe zu „Medien“, während Vitalie Ponomariov, Histo­riker an der Univer­sität Cahul, die Diskussion über das “Assozi­ie­rungs­ab­kommen mit der Europäi­schen Union” moderierte.

Zu den wichtigsten Empfeh­lungen, die von den verschie­denen Arbeits­gruppen erarbeitet wurden, gehörten unter anderem:

Bildung:

Sozio­öko­no­mische Betei­ligung:

Medien:

EU-Assozia­ti­ons­ab­kommen:

Die Veran­staltung wurde im Rahmen des Projekts “Förderung der zivil­ge­sell­schaft­lichen und inter-ethni­schen Dialogs in der Republik Moldau im Kontext der EU-Assozi­ierung (CIVID)” mit freund­licher Unter­stützung des Auswär­tigen Amtes durch­ge­führt.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von 12 Monaten durch­ge­führt und zielt darauf ab, den inter-ethni­schen Dialog zu fördern und den sozialen Zusam­menhalt in Moldau zu stärken, indem es den öffent­lichen Diskurs anregt und politische Vorschläge für die Integration ethni­scher Gruppen in einem Bottom-up-Ansatz entwi­ckelt. Darüber hinaus soll das Projekt die Umsetzung der Regie­rungs­stra­tegie zur Konso­li­dierung der inter-ethni­schen Bezie­hungen in der Republik Moldau unter­stützen.


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