CiSEP wird grün! Level-B-Trainingsreihe zu Handel und nachhaltiger Entwicklung in Lviv gestartet

IMG_2400

Der erste CiSEP Workshop der neuen Level-B-Trainingsreihe „Handel und nachhaltige Entwicklung“ fand vom 14. bis 16. Mai in Lviv statt und war demeinschlägigen DCFTA-Kapitel 13 gewidmet.

Eine Handelspolitik, die Nachhaltigkeit fördert, stellt sicher, dass die wirtschaftliche Entwicklung mit dem Schutz der Umwelt und der Arbeitnehmerrechte einhergeht. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt einigten sich auf die Agenda 2030, eine Reihe von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) und 169 Zielvorgaben der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2015. Die EU setzt sich uneingeschränkt für die Umsetzung der SDGs ein und versucht durch ihre Außenhandelspolitik Handel und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Daher umfassen alle modernen Freihandelsabkommen der EU ein Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung (TSD). Gleiches gilt für die vertiefte und umfassende Freihandelszone zwischen der EU und der Ukraine (DCFTA).

Das Kapitel 13 „Handel und nachhaltige Entwicklung“ sieht eine aktive Rolle der Zivilgesellschaft beim Monitoring des Umsetzungsprozesses und damit große Chancen für bürgerschaftliches Engagement vor. Deshalb haben wir zusammen mit dem Civil Network OPORA (Lviv) beschlossen, die nächste Trainingsreihe für 23 ukrainische Change-Maker und Vertreter der Zivilgesellschaft innerhalb der Civic School für Sound EU Practice (CiSEP) diesem Thema zu widmen.

Aber was genau ist nachhaltige Entwicklung und welche praktischen Auswirkungen hat sie? Wie ist sie in die Außenhandelspolitik der EU eingebunden? Wie kann eine grüne Wirtschaft in der Ukraine realisiert werden und welche Chancen hat die Ukraine im Bereich Green Finance? Die CiSEP Fellows wurden von Oleksandr Sushchenko, Leiter des Center for Blended Value Studies, in das umfassende Thema des nachhaltigen Handels und des DCFTA Kapitels 13 eingeführt. Natalia Andrusevych, CEO des Research and Analysis Center “Society and Environment”, zeigte den Stellenwert ökologischer Fragen in der Handelspolitik der EU und der Ukraine sowie im Assoziierungsabkommen zwischen den beiden Parteien auf. In praktischen Übungen diskutierten die CiSEP Fellows über das EU-Verbot für Holzexport und untersuchten die Instrumente der Folgenabschätzung in Bezug auf die Nachhaltigkeit des Handels.

Der nächste Workshop findet vom 11. bis 13. Juni in Kiew statt und konzentriert sich auf Arbeitsrechtstandards in Kapitel 13 des DCFTA sowie auf relevante Stakeholder, die am Implementierungsprozess des Kapitel 13 beteiligt sind.

Die Civic School for Sound EU Practice (CiSEP) ist ein Trainingsprogramm für zivilgesellschaftlich Engagierte in der Ukraine. Sie schafft ein Netzwerk von Spezialisten für das Assoziierungsabkommen mit dem gemeinsamen Ziel, die europäische Integration der Ukraine zu unterstützen. CiSEP wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.


Bilder