Ausgabe 1/2020 der integration erschienen

Gerade als das politische Jahr 2020 erst richtig begonnen hatte, hat die COVID-19-Pandemie den vielen ehrgei­zigen Plänen, die besonders die noch junge Europäische Kommission gerade erst formu­liert hatte, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun befinden sich die Europäische Union (EU) und ihre Mitglied­staaten mehr denn je im Krisen­modus und mobili­sieren alle zur Verfügung stehenden Kräfte, um das mensch­liche Leid zu begrenzen und die wirtschaft­liche Krise einzu­hegen. Gleich­zeitig bleiben andere bedeutsame Heraus­for­de­rungen für Europa bestehen und des lohnt sich auch in diesen Zeiten, diese in den Blick zu nehmen. In der aktuellen Ausgabe 1/2020 der Viertel­jah­res­zeit­schrift integration finden Sie wie gewohnt fundierte Analysen und spannende Perspek­tiven zur europäi­schen Politik und der Integra­ti­ons­for­schung.

Johannes Pollaks Beitrag widmet sich dem Thema Energie­si­cherheit und erläutert das Spannungsfeld aus Markt­li­be­ra­li­sierung, Sicher­heits­po­litik und Klima­schutz, in dem sich die europäische Energie­po­litik bewegt. Was aus den Europa­wahlen über die europäi­schen Partei­en­systeme zu lernen ist, welche Trans­for­ma­ti­ons­pro­zesse im Gange sind und was das für die europäische Integration bedeutet, analy­sieren Johannes Kohls und Funda Tekin. Ingeborg Tömmel unter­sucht in ihrem Beitrag die Ziele, Gover­nance-Modi und Effekte der Regional- und Kohäsi­ons­po­litik der EU, mit dem Schluss, dass die Unter­stützung vor allem aufgrund überbor­dender Komple­xität nicht immer bei den gewünschten Adres­saten ankommt. Vom Jahres­kol­lo­quium des AEI 2019 zum selben Thema berichtet Michèle Knodt. In seinem Forums­beitrag stellt Henrik von Homeyer fest, dass die EU eine neue Russland­stra­tegie benötigt, und erklärt, warum dafür vor allem ein Verständnis der russi­schen Inter­essen sowie realis­tische Zielset­zungen entscheidend sind. Ebenfalls gen Osten blickt Susann Heinecke, die eine neue, ganzheit­liche Kommu­ni­ka­ti­ons­stra­tegie für die EU-Zentral­asi­en­be­zie­hungen empfiehlt und konkrete Empfeh­lungen für diese formu­liert. Antonia Labitzky und Manuel Müller fassen die Inhalte und Erfah­rungen des 11. Deutsch-Nordisch-Balti­schen Forums in Tallinn zusammen, das auf das europa­po­li­tisch ereig­nis­reiche Jahr 2019 zurück­blickte.

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